Zeitenwende im Kapitol: US-Kongress forciert 10-Jahres-Frist für UAP-Geheimnisse

22.Februar, 2026

In der US-Politik hat das Thema UAP (Unidentified Anomalous Phenomena) eine neue Eskalationsstufe erreicht. Anfang 2026 wurde im US-Kongress ein bahnbrechender Gesetzentwurf eingebracht, der die Geheimhaltungspraktiken des Pentagons und der Geheimdienste grundlegend reformieren soll. Kernstück dieser Initiative ist die Forderung nach einer automatischen Deklassifizierung von UAP-bezogenen Daten nach einer Frist von maximal 10 Jahren.

Bisher unterlagen viele Berichte jahrzehntelangen Sperrfristen, was immer wieder zu Vorwürfen der Vertuschung führte. Die Befürworter des Entwurfs argumentieren, dass die nationale Sicherheit durch historische Daten kaum noch gefährdet sei. Besonders die Sensordaten aus den Jahren 2004 bis 2015 stehen hierbei im Fokus der Wissenschaft. Sollte das Gesetz verabschiedet werden, müssten Gigabytes an Radaraufzeichnungen und Infrarotvideos zeitnah der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Kritiker aus dem Verteidigungsministerium warnen jedoch, dass auch alte Daten Rückschlüsse auf die damalige Leistungsfähigkeit der US-Aufklärungstechnik zulassen könnten.

Dennoch scheint der parteiübergreifende Druck im Kongress so hoch wie nie zuvor zu sein. Ziel ist es, eine unabhängige zivile Auswertung der Phänomene zu ermöglichen, ohne auf die Filterung durch Militärbehörden angewiesen zu sein. Viele Abgeordnete sehen darin einen notwendigen Schritt, um das Vertrauen der Bürger in staatliche Institutionen wiederherzustellen. Auch die wissenschaftliche Gemeinschaft begrüßt den Vorstoß, da Langzeitstudien bisher an der mangelnden Datenverfügbarkeit scheiterten. Die Debatte um den Entwurf wird voraussichtlich das gesamte Frühjahr 2026 prägen. Es bleibt abzuwarten, ob die Zehn-Jahres-Regel ohne weitreichende Ausnahmeklauseln bestehen bleibt. Experten werten den Vorstoß bereits jetzt als das Ende der Ära der totalen Geheimhaltung. Damit könnte 2026 als das Jahr in die Geschichte eingehen, in dem die UAP-Forschung endgültig transparent wurde.

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